
Dolmetscher übersetzen mündlich von einer Sprache in die andere. Ist das alles? Natürlich nicht. Diese simple Zusammenfassung wird dem Berufsbild des Dolmetschers überhaupt nicht gerecht. Und trotzdem: das Berufsbild des Dolmetschers ist nicht geschützt. Wie kann der Kunde also sicher gehen, dass der Dolmetscher über ausreichend fachliche Kompetenz verfügt?
Die Ausbildung
Ein guter Ausbilder sollte nicht nur zweisprachig aufgewachsen sein. Er sollte nicht nur Ausgangs- und Zielsprache beherrschen, sondern auch bestens über die kulturellen Eigenheiten des Landes der Zielsprache informiert sein und diese kennen und gegebenenfalls anwenden.
Messedolmetscher für Japanisch zum Beispiel sollten den Aussteller darüber informieren können, wie ein Gespräch mit einem japanischen Kunden ablaufen sollte, und das fängt schon damit an, nicht zu Beginn die Hände zu schütteln, sondern sich zu verbeugen – ein Zeichen des Respekts. Auch können Verhandlungen deutlich anders ablaufen als im Deutschen, ein Dolmetscher sollte in der Lage sein, einen Affront zu vermeiden.
Die Technik
Zwei Sprachen beherrschen – schön und gut, aber wie steht es mit der technischen Kompetenz des Dolmetschers? Auch wenn dieser beide Sprachen beherrscht, muss er sich mit der aktuellsten Konferenztechnik bestens auskennen, im Sprechen übers Mikrofon geschult sein und muss wissen, wie man am einfachsten zeitgleich in die eigene Zielsprache übersetzt. Dieses Zeitlimit fließt natürlich auch mit in die Wortwahl ein.
Besonders auf Konferenzen wird jede Menge Technik benötigt
Desweiteren sollte ein Simultandolmetscher über ausreichend Kabinenerfahrung besitzen. Diese Aspekte können nur in einer fundierten Ausbildung erlernt werden.
Teamarbeit und Stressbewältigung
Nichts für schwache Nerven – ein Dolmetscher muss bestens mit Stress umgehen können. Man kann in einer UNO-Konferenz nicht einfach die Nerven verlieren und die Kabine verlassen. Der Dolmetscher muss gelernt haben, mit stressigen Situationen umzugehen, 30-45 Minuten am Stück dolmetschen zu können und muss auch teamfähig sein. Man teilt sich die Kabine stets mit einem oder zwei anderen Dolmetschern derselben Sprache.
Die soziale Kompetenz
Der Dolmetscher muss beste Manieren besitzen, und dies bezieht sich nicht nur auf die Manieren des Landes der Ausgangssprache, sondern auch auf die Manieren der Sprache des Ziellandes.
Das beginnt schon bei der Kleiderauswahl – diese sollte dezent sein und es sollte auf Farbsymbolik geachtet werden. Während weiß in der westlichen Welt eine Farbe der Feierlichkeit ist (Hochzeit), ist diese in Indien beispielsweise eine Farbe der Trauer.
Aber natürlich gehört auch das dezente Auftreten des Dolmetschers zu seiner sozialen Kompetenz – er sollte den Redner in Aufsehen und Auftreten nicht überschatten.
Diese Übersicht wird Ihnen vom Übersetzungsbüro ALLESPRACHEN aus Graz präsentiert. Der Sprachdienstleister ist spezialisiert in der Vermittlung von qualifizierten Dolmetschern für alle Sprachen.
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